Cover von Filme zum Wegwerfen wird in neuem Tab geöffnet

Filme zum Wegwerfen

Müll und Recycling als globale Herausforderung
0 Bewertungen
Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Filme für eine Welt [Hrsg.]
Jahr: 2012
Verlag: Stuttgart, EZEF
Mediengruppe: DVD
verfügbar

Exemplare

ZweigstelleStandorteStatusVorbestellungenFrist
Zweigstelle: Hauptstelle Standorte: TT.JV / 673 Mediathek Status: Verfügbar Vorbestellungen: 0 Frist:

Inhalt

Wachsender Konsum und immer neue Produkte, die von der Wirtschaft ersonnen werden, um sie dann verkaufen zu können, führen zunehmend auch zu Problemen bei der Entsorgung dessen, was am Ende übrig bleibt. Vieles wird weggeworfen, obwohl es noch verwendbar wäre, oder weil die Reparatur teurer als eine Neuanschaffung ist. Dies betrifft funktionsfähige Handys oder Computer, aber dies betrifft auch Lebensmittel. Diese Verschwendung wertvoller Ressourcen führt zu Engpässen, Preissteigerungen und riesigen Abfallbergen. Die Auswirkungen für Mensch und Umwelt sind gravierend. Die neun Filme der DVD greifen verschiedene Aspekte dieser Thematik von Entsorgung und Wiederverwertung auf. Sie greifen aber nicht nur Probleme auf, sondern zeigen auch Alternativen. So wird auf einen im Grunde verantwortungslosen Umgang mit verschiedenen Gütern des Alltags wie Essen, Kleidung oder Elektronik aufmerksam gemacht. Wir begegnen Menschen, die bewusst konsumieren, was andere wegwerfen, oder aber auch ihr Überleben mit dem Sammeln von Müll sichern müssen. Es werden verschiedene Initiativen vorgestellt, wie Abfall wieder verwertet werden kann.
 
"Wie zerstören wir die Welt – Müll (How to Destroy the World)"
“Ein spaßiger Blick darauf, wie wir die Welt noch schneller und besser zerstören können” – so die ironische Auskunft des englischen Filmemachers, der sonst als Werbefilmer und Designer arbeitet. In der Machart eines Werbeclips gestaltet, zeigt der Beitrag „Müll“ aus der Miniserie „How to destroy the world“, wie es die Menschheit gelernt hat, immer mehr Dinge immer effektiver wegzuwerfen und so schließlich den ganzen Planeten zu ruinieren.
Witzig, frech, gut gezeichnet und mit einem bissigen Kommentar versehen, bietet diese „Gebrauchsanweisung zur Zerstörung der Welt“ sehr gute Impulse für einen Einstieg in die Thematik insgesamt.
 
"The Story of Bottled Water"
Die “Geschichte des Wassers in Flaschen” erzählt davon, wie es Coca-Cola, Pepsi, Nestlé und anderen Konzernen gelungen ist, die US-Amerikaner dazu zu bringen, jede Woche eine halbe Milliarde in Flaschen abgefülltes Wasser zu kaufen, obwohl es doch in gleicher – oft sogar besserer – Qualität aus dem Wasserhahn fließt. Der Film bezieht sich in ebenso amüsanter wie eindrücklicher Weise auf die Werbe-Kampagnen der Konzerne. Mit Verführungskunst soll bei den Konsumenten der Eindruck erweckt werden, der Konsum von Leitungswasser sei nicht nur bequem, sondern belaste auch die Umwelt nicht.
 
"Marlen, la cartonera"
Die achtjährige Marlen lebt mit ihren beiden älteren Geschwistern Roberto und Tamara in einem armen Vorstadt-Viertel von Buenos Aires. Für ihre Arbeit als Müllsammler fahren sie mit Polaco, dem Freund der Schwester, jeden Morgen mit dem Zug in die Innenstadt. Der Film begleitet die Kinder während eines solchen Tages, der sehr früh beginnt und erst weit nach Mitternacht endet. Es ist ein harter Alltag. Marlen und ihre Freunde machen sich keine Illusionen – aber sie sind dennoch zuversichtlich.
 
"Essen im Eimer – Die grosse Lebensmittelverschwendung"
Jedes fünfte Brot wird weggeworfen und jede zweite Kartoffel schon bei der Ernte aussortiert. Mehr als die Hälfte vieler Lebensmittel landen im Müll – teils schon nach der Ernte oder bei der Produktion, d.h. ehe sie die Verbraucher überhaupt erreichen. Nüchtern und prägnant sucht der Film nach Erklärungen und befragt Beschäftigte in Supermärkten, Einkaufsverantwortliche und Bauern. Dabei ist das Ausmaß dieser Verschwendung den wenigsten Verbrauchern bewusst – auch wenn sie dieses System durch ihr Kaufverhalten unterstützen.
 
"Mitumba – Second Hand Kleider auf Reisen"
Die Reportage folgt einem ausgedienten Fußball-Trikot auf seinem Weg von Hamburg bis in ein Dorf in Tansania. Vier Monate dauert die Reise. Jetzt trägt es der neunjährige Lucky mit großem Stolz. Was in Europa oft mit karitativer Absicht gespendet oder aber achtlos in den Sammeltonnen entsorgt wird, durchläuft viele Zwischenstationen, ehe die Kleidungsstücke über teils schwer überschaubare Vertriebskanäle global operierender Händler schließlich Afrika erreichen
 
"Trash is Cash"
In Dandora, einem der größten Slums von Nairobi, wachsen die Abfallberge in den Himmel. Der Film stellt verschiedene kreative Recycling-Ideen vor, die im Rahmen eines Jugendprojektes in Gang gesetzt wurden. So entstehen aus den Müllbergen Biogas, Kompost, Brennstoffe, aber auch Sandalen und andere Gebrauchsgüter. Jugendliche erklären, weshalb sie die Initiative wichtig finden, und laden uns ein, unsere Vorstellungen von Afrika zu revidieren.
 
"Der digitale Friedhof"
Alte Computer, Fernseher und Kühlschränke werden – oft illegal – aus Europa und Amerika nach Afrika verschifft. Was nicht direkt einer Wieder- oder Weiterverwendung dient, landet auf einer riesigen Mülldeponie am Rande von Accra. Hier in Agbogbloshie wird der Elektroschrott recycelt. Oft sind es Kinder und Jugendliche, die die Geräte mit einfachsten Werkzeugen zerlegen, bzw. am offenen Feuer bearbeiten, um an das Kupfer und andere Wertstoffe zu gelangen, die sie dann verkaufen können.
 
"Plastik über alles (Addicted to Plastic)"
Plastik ist einer der Kunststoffe, die seit über 100 Jahren unseren Alltag bestimmen und erleichtern. Aber auch wenn dieser „Universal-Stoff“ kaum noch aus unserem Leben wegzudenken ist, verursacht dessen Entsorgung gigantische Müllberge und damit einhergehende Umweltprobleme und Gesundheitsgefahren in einem langfristig unvorstellbaren Ausmaß. Im pazifischen Ozean sind Plastikabfälle zum „sechsten Kontinent“ angewachsen.
Der Film lässt Wissenschaftler und Experten aus den Bereichen Produktion, Umweltschutz, Wissenschaft und Forschung zu Wort kommen und trifft dabei auf alternative Lösungen und Vorschläge, wie die mit Plastikabfällen verbundenen Umweltprobleme gelöst werden können.
 
"Insel der Blumen (Ilha das flores)"
Ein provokativer experimenteller Kurzfilm, der die fatalen Nebenfolgen einer nur auf den Profit ausgerichteten Wirtschaftsordnung und einer auch politisch-kulturellen Globalisierung aufgreift – am Beispiel einer Müllkippe mit dem (echten) Namen „Insel der Blumen“.
Der Lebenslauf einer Tomate dient dem Regisseur als Folie, um die ökonomische, ökologische, soziale und ethische Krise der brasilianischen Gesellschaft zu analysieren.
 
 

Bewertungen

0 Bewertungen
0 Bewertungen
0 Bewertungen
0 Bewertungen
0 Bewertungen

Rezensionen

Details

Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Filme für eine Welt [Hrsg.]
Jahr: 2012
Verlag: Stuttgart, EZEF
Enthaltene Werke: Wie zerstören wir die Welt - Müll, 2 Min., ab 12 Jahren, The Story of Bottled Water, 8 Min., ab 12 Jahren, Marlen, la cartonera. 28 Min., ab 12 Jahren, Essen im Eimer, 30 Min., ab 14 Jahren, Mitumba - Second Hand Kleider auf Reisen, 33 Min., ab 14 Jahren, Trash is Cash, 20 Min., ab 14 Jahren, Der digitale Friedhof, 16 Min., ab 14 Jahren, Plastik über alles, 52 Min., ab 14 Jahren, Insel der Blumen, 12 Min., ab 16 Jahren
opens in new tab
Systematik: Suche nach dieser Systematik TT.JV
Interessenkreis: Suche nach diesem Interessenskreis Mediathek (EP)
ISBN: 978-3-9523308-8-3
Beschreibung: ca. 201 Min. + 1 CD + Beiheft
Beteiligte Personen: Suche nach dieser Beteiligten Person Lanz, Dorothee; Gassmann, Daniel; Wolpert, Bernd; Tebbich, Heide; Gujer, Marianne
Mediengruppe: DVD